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Diedrich Diederichsen: Beseelung, Entdinglichung und die neue Attraktivität des Unbelebten
Beseelung, Entdinglichung und die neue Attraktivität des Unbelebten
(S. 289 – 301)

Diedrich Diederichsen

Beseelung, Entdinglichung und die neue Attraktivität des Unbelebten

PDF, 13 Seiten, 0.0 MB

  • Ethnologie
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Diedrich Diederichsen

Diedrich Diederichsen

war in den 80er Jahren Redakteur und Herausgeber von Musikzeitschriften, in den 90er Hochschullehrer u.a. in Frankfurt, Pasadena, Gießen, Weimar, Wien, St. Louis, Köln, Los Angeles und Gainesville. 1998–2006 Professor für Ästhetische Theorie / Kulturwissenschaften an der Merz-Akademie, Stuttgart, seit 2006 Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der Bildenden Künste, Wien.

Weitere Texte von Diedrich Diederichsen bei DIAPHANES
Irene Albers (Hg.), Anselm Franke (Hg.): Animismus

Irene Albers (Hg.), Anselm Franke (Hg.)

Animismus
Revisionen der Moderne

Broschur, 320 Seiten

PDF, 320 Seiten, 0.0 MB

Der »Animismus« ist eine Erfindung der Ethnologie des 19. Jahrhunderts, geprägt auf dem Höhepunkt des europäischen Kolonialismus. Animisten bevölkern die unbelebte Natur mit Seelen und Geistern. Das erklärt man als eine die materielle Realität verkennende »Projektion«, durch die den Dingen und der Natur Leben und Handlungsmacht zugeschrieben wird. Animismus wird so zum Gegenbild moderner Wissenschaft, zum Ausdruck eines »Naturzustands«, in dem Psyche und Natur als ungeschieden gelten. 

 

Wenn sich letzthin ein neues Interesse am Animismus herausgebildet hat, liegt das nicht daran, dass der Begriff als wissenschaftliche Kategorie rehabilitiert wurde. Vielmehr ist die kategorische Trennung von subjektiver und objektiver Welt selbst in Bewegung geraten.

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